In jeder Kommunikation geht es um zwei wesentliche Faktoren: Wir wollen uns erstens verständlich machen und in nächster Konsequenz natürlich verstanden werden. Nur, wenn wir wirklich und auf jeder Ebene verstanden werden, transportieren wir unsere Botschaften und unsere Anliegen effizient und zielführend. Nur dann kommt unsere Nachricht beim Empfänger in der Intention an, in der wir sie abgesetzt haben. Nur dann ist diese unsere Nachricht verbindlich und erzielt beim Empfänger die vorgesehene Wirkung. Mit jeder Aussage wünschen wir uns als Handlungskonsequenz ja meist einen bestimmten Effekt bei unserem Gegenüber. Wir setzen mit unseren Nachrichten stets einen Handlungsimpuls. Zum Beispiel etwas zu tun, etwas zu unterlassen und – wie meist im Geschäftsleben – eine Entscheidung zu treffen, eine Investition zu tätigen, etwas zu kaufen. Das verbindende Element in all unseren Kommunikationen ist dabei die Stimme, als zentrales Ausdrucksmittel der Kommunikation.

Die Macht der Stimme verbindet

Stimme hat Macht. Stimme wirkt. Immer. Ihre Macht ist gigantisch und stark. Sie lässt durchblicken, wer wir sind und offenbart schonungslos, was wir in diesem spezifischen Moment denken und fühlen. Je nachdem, welche Töne wir produzieren, wirken wir sehr gut oder eben weniger gut. Wirken wir verbindlich oder distanziert. Die Garderobe und das Styling, das sonstige gesamte Auftreten, ja sogar die natürlich immens wichtige Rhetorik – werden all diese Elemente stimmlich nicht entsprechend gestützt – geht die Gesamtwirkung und Überzeugungskraft einer Person zu einem hohen Anteil verloren. Denn es ist unsere Stimme, die sehr unbewusst, aber gleichzeitig sehr machtvoll, für Sympathie, Überzeugungskraft und auch Durchsetzungsvermögen sorgt. Unsere Stimme beeinflusst jedes Ereignis, sei es im Kundenkontakt, bei Verhandlungen, in Medienauftritten, bei Präsentationen und natürlich besonders stark am Telefon. Gerade am Telefon, wo alle anderen Attribute eines Menschen wie Ausstrahlung, Aussehen, etc. nicht sichtbar sind, wird die Stimme zum Entscheidungsträger Nummer eins. Ohne diese verbindende und verbindliche Kraft der Stimme haben wir es schwer. Ob für eine Führungskraft, für Vertriebsmitarbeiter oder besonders für die Mitarbeiter von Telefonzentralen gilt eindeutig und gleichwertig: Die Stimme schafft eine Verbindung – oder sie trennt.

Im gelebten Business-Alltag sieht es leider meist so aus, dass der Ausdruck und die Qualität einer Stimme Menschen mehr trennt, als er sie verbindet. Somit tritt die Stimme auch als Wirtschaftsfaktor immer stärker in den Vordergrund. Denn ein falscher, willkürlicher und unreflektierter Einsatz der Stimme kann auch einiges Negative anrichten. Meetings etwa erleben 80% der Beteiligten als langweilig und einschläfernd, wenn Inhalte monoton und zu leise dargebracht werden. Oder noch viel drastischer, wenn die Stimme – vor allem bei Führungskräften – zu laut ist. Gerade in Konflikten spielt die Stimme eine determinierende, eben verbindende oder trennende Rolle. Was ist die Konsequenz, wenn die Stimme in brisanten beruflichen (Verkaufs)Verhandlungen ihre Festigkeit verliert? Jeglichen Wohlklang und damit jegliche Sicherheit vermissen lässt? Wenn im Mitarbeitergespräch anstelle einer natürlichen Autorität plötzlich gellende Befehlslaute zu vernehmen sind? Ein in einem bestimmten Ton gesprochener Satz kann hier bereits Unheil verheißen und Gefühle negativ aufladen. Verbindlichkeit und die daraus resultierende stets positive Selbstvermarktung sehen anders aus.

Die Macht der Stimme verkauft

Was die Macht der Stimme besonders im Marketing und Verkauf bedeutet: Aufmerksamkeit schaffen, Autorität darstellen und das Geschäft zum Abschluss bringen. Wer stimmlich geschult ist, kann in wichtigen Verhandlungen immer punkten, bricht nicht kurzatmig oder stimmzittrig ein und weiß vor allem im richtigen Moment zu schweigen und kunstvolle Pausen zu setzen!

Sehr oft vergessen wir jedoch leider: Unsere Stimme ist unser wichtigster persönlicher und beruflicher Markenausdruck. Mit unserer Stimme betreiben wir aktives, einzigartiges (Selbst)Marketing. Mit unserer Stimme schaffen wir unsere ureigene Corporate Identity, man könnte sogar sagen, unseren völlig individuellen akustischen Fingerabdruck! Niemand auf der ganzen Welt klingt wie wir, hat unser stimmliches Timbre, unsere ganz spezifische stimmliche Klangfarbe. Was für ein Wunderwerk. Schätzen wir dieses auch immer entsprechend?

Schulden wir es da nicht uns und unserem Erfolg, dieses großartige Instrument so melodisch und angenehm wie möglich zu machen? Es so zu perfektionieren, dass es uns immer in seiner Bestform zu Verfügung steht, egal in welch stressiger und fordernder Situation auch immer? Im harten Business-Alltag wäre es doch mehr als unklug, gerade auf die starke Macht dieses geheimen Verführers und Verkäufers Stimme zu verzichten, oder? Verschaffen Sie sich durch Ihre Stimme stets Gehör, machen Sie sich verständlich und verbinden Sie dadurch Menschen, Märkte und Meinungen.