VERSTEHEN. VERBINDEN. VERMARKTEN.

1994 traf ich meinen heutigen Freund, Club 55-Freund und Kollegen Wolfgang Ronzal zum ersten Mal. Und das kam so: Mir war als Herausgeber ein Buchprojekt („Die vitale Bank“) vom Verlag angetragen worden, das mangels fachgerechter Beiträge zu scheitern drohte. Nach einer ersten Durchsicht war der einzige Artikel, der dem praxisbezogenen Anspruch des Buches gerecht wurde und sofort meine Zustimmung fand, der Beitrag von Wolfgang Ronzal. Diesen Menschen wollte ich unbedingt kennenlernen. Wir verabredeten uns zur Frankfurter Buchmesse und hatten bei unserer ersten Begegnung sofort einen ausgezeichneten Draht zueinander, die Chemie stimmte von der ersten Sekunde an.

VERSTEHEN

Wer menschlich nicht miteinander klar kommt, hat meistens in der Folge viele Sachprobleme zu bewältigen. Manchmal sind es dann – eigentlich – unwesentliche Dinge, Kleinigkeiten und sogenannte Missverständnisse, die Leben und Arbeiten, gemeinsame Ziele und Projekte schier unmöglich machen. Oft enden derartige Beziehungen mit Streit, Rosenkrieg, Intrigen, Beschuldigungen, tiefen Zerwürfnissen, finanziellem und menschlichem Desaster.
Wer dauerhaft erfolgreich mit einem oder mehreren anderen Menschen zusammenarbeiten will, wer eine Kooperation anstrebt, der braucht – wie bei einer Partnerschaft im privaten Bereich – eine emotionale Verbindung, der braucht Sympathie, der braucht ein Gefühl des Vertrauens und die feste innere Überzeugung, dass man gemeinsam mehr bewegen kann, als es der einzelne vermag. Dazu gibt es keine wirklich vernünftige erfolgversprechende Alternative.
Eine weitere wichtige Voraussetzung ist auch das Wissen um die Stärken und Fähigkeiten des jeweils anderen und deren konsequente Nutzung.

VERBINDEN

Das erste gemeinsame Projekt war das genannte Buch „Die vitale Bank“ das ich herausgab und in dem Wolfgang Ronzal als Mit-Autor fungierte. Im Rahmen mehrerer persönlicher Treffen, vielen telefonischen Kontakten und Schriftverkehr wuchs unsere Verbindung stetig. Dabei waren weder die private noch die berufliche Verbindung geplant. Wie so vieles im Leben, entwickeln sich manche Dinge einfach und wachsen zu etwas zusammen, das beim Erstkontakt nicht absehbar war und auch im Nachhinein nicht wirklich abschließend erklärt werden kann. Dabei ist der Übergang vom „sich besser kennen“ hin zur Freundschaft fließend.
Wolfgang Ronzal war es, der mich 2002 dem Vorstand des Club 55 als Gast vorschlug und mir den Weg in diese renommierte, exklusive Gemeinschaft von Marketing- und Verkaufsexperten ebnete.

VERMARKTEN

Im Gleichschritt mit einer wachsenden Verbindung, immer mehr Informationen übereinander und dem Kennenlernen der gegenseitigen Stärken und Schwächen, entwickelt sich auch der Wunsch zur weiteren beruflichen Zusammenarbeit.

Ob man es nun geplante Vermarktungsstrategie oder situative vertriebliche Aktivitäten nennt, ist im Grunde nicht wirklich entscheidend. In den 20 Jahren, in denen Wolfgang und ich uns kennen und schätzen gelernt haben, sind unzählige gemeinsame Projekte und viel gegenseitige Unterstützung zum Vorteil beider Seiten entstanden, so z.B.

  • Mehrere Kongresse zum Thema „Wettlauf um die Alten“ in Deutschland und Österreich
  • 5 Bücher, die wir entweder gemeinsam herausgegeben oder in denen wir beim jeweils anderen mitgeschrieben haben
  • Wechselseitige Vortrags-Auftritte bei Kongressen und Seminaren
  • Ein Vortrags-Duett beim Club 55 und anderen Veranstaltungen
  • Wechselseitige persönliche und briefliche Empfehlungen bei den Kunden des jeweils anderen
  • Die gemeinsame Website www.Wettlauf-um-die-Alten.com
  • Die gemeinsame Redaktion bei den „Monatlichen Praxistipps für Banken und Sparkassen / Erfolgreicher Führen und Verkaufen in der Zweigstelle“
  • Gemeinsame Tipps-Tage u.v.a.m.

Eine Besonderheit ist, dass wir in den 20 Jahren unserer Zusammenarbeit nie einen Vertrag oder ein Stück Papier benötigt haben, dass die Usancen dieser Zusammenarbeit, die Verteilung erzielter Gewinne oder die Auflösung der Kooperation geregelt hätte.