So gelingt Ihre Reise in die Zukunft

„Sanfte Grüße, Bürger! Darf ich fragen, was es für Extreme gibt?“, so wird Wesley Snipes in seiner Rolle als Oberschurke zu seiner Überraschung begrüßt. Im Action-Blockbuster „Demolition Man“ waren er genauso wie sein Gegenspieler Über-Cop Sylvester Stallone zur Strafe eingefroren. Als sie nach 30 Jahren wieder aufgetaut werden, müssen sie sich in einer Welt behaupten, die ihnen völlig fremd ist.
In dieser Zukunft scheint alles klinisch rein zu sein, alle sind friedfertige Vegetarier und nett zueinander – nicht zuletzt, weil die digitale Überwachung total ist. Die wenigen „bösen“ Menschen leben im Untergrund. Wenigstens bei ihnen fühlt sich Haudegen Sylvester Stallone heimisch, denn dort gibt es noch Fleisch auf dem Grill (auch wenn es Rattenfleisch ist) und cooles Bier.
Dieser Neunzigerjahre-Actionstreifen kommt mir letzter Zeit häufiger in den Sinn. Denn auch ich habe das Gefühl, dass meine Reise gerade rasant in eine fremde Welt geht. Wenn es um mein Geschäftsmodell in und nach der Pandemie geht. Wenn es ums Impfen geht. Um Apps. Um Veränderungen in unserer Gesellschaft. Wohin geht die Reise für mich, für Sie, für uns alle? Privat und im Job, als Berater, Coach, als Führungskraft, Unternehmer …
Ich finde, wir haben echt Glück. Anders als Snipes und Stallone sind wir in der Zeit der Veränderung nicht eingefroren. Sie und ich, wir haben Einfluss darauf, wie wir diese Reise, die unser Leben ist, gestalten. Und wir haben Einfluss darauf, was wir in Zukunft vorfinden.

Crashkurs Reisekompetenz

Schon lange wurde die Veränderungsgeschwindigkeit der Welt beschworen, mit der Sie und ich klarkommen müssen – nicht zuletzt in der Wirtschaftswelt als Unternehmer und Führungskräfte. Und jetzt hat Covid satt einen draufgesetzt. Das war und ist ein Crashkurs in Zukunftsfähigkeit.
Der Inhalt dieses Crashkurses ist für mich klar: Es ist die Fähigkeit, sich selbst Orientierung zu geben in einer Zeit der Unsicherheit. Das ist die Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts.
Wir müssen lernen, schneller mit neuen Situationen umzugehen. Wir brauchen eine hohe Flexibilität, um auch mal spontan die Route der Reise zu ändern, wenn es denn erforderlich ist. Und in den Monaten, nachdem dieses verflixte Virus die Reiseleitung für alle an sich gerissen hat, ist das häufiger erforderlich.
Im Kern dieser Kompetenz steckt für mich keine Methode, kein Rezept und kein Trick. Im Kern der Fähigkeit, sich selbst Orientierung zu geben, steckt eine Haltung. Meine eigene Grundhaltung, mit der ich die Lebensreise angehe.

Lebensreise-Haltung

Covid war ein Schlag. Klar. Und viele ducken sich seither und warten nur noch auf die nächste schlechte Nachricht. Aber was macht das mit Ihnen, wenn Sie Ihren Blick immer nur auf all das Negative richten? Wenn Sie sich den ganzen Tag in Gesprächen und über die Medien nur Drama reinziehen, dann bleibt am Ende des Tages auch nur Drama bei Ihnen hängen.
Also ducken wir uns nicht. Nehmen wir Haltung an – am besten eine optimistische. Dann erfahren Sie sich nicht als Opfer der Umstände. Mag es auch so aussehen, als wenn Sie den Veränderungen ausgeliefert sind: Sie sehen das anders. Sie gehen davon aus, dass Sie dem, was passiert, für sich eine Bedeutung geben können. So können Sie nach Wegen suchen, die für Sie günstig sind, die Ihr eigenes Wachstum begünstigen. Der Optimismus gibt Ihnen die Orientierung.
Sie können Optimismus übrigens auch trainieren.

Reisetraining gefällig?

Für Ihr tägliches Trainingsprogramm schlage ich Ihnen Folgendes vor:
2. Nehmen Sie sich drei Dinge am Tag vor, die Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das können auch kleine Dinge sein, die Ihnen Freude bereiten (vielleicht ein Neunzigerjahre-Actionfilm, der Sie mit seinen coolen Sprüchen schmunzeln lässt).
3. Nehmen Sie sich jeden Tag drei Dinge vor, die andere Menschen zum Lächeln bringen. So bringen Sie Licht in die Welt, indem Sie sich für einen anderen Menschen engagieren.
4. Führen Sie drei positive Gespräche. Bleiben Sie mit Ihren Mitmenschen in Kontakt. Other people matter (und das geht auch über Zoom). Sind Sie eine Führungskraft? Dann reden Sie mit Ihren Leuten.
5. Denken Sie drei positive Gedanken über die Zukunft. Richten Sie den Blick nach vorne. Mit Sinn und Verstand und Gefühl. Gestalten Sie Ihren Alltag, indem Sie sich und Ihrem Umfeld Gutes tun.

Ich wette, dieses Training macht Ihnen mit der Zeit richtig Spaß. Doch zugegeben, manchmal geht das auch nicht auf die sanfte Tour und Sie müssen sich selbst – sorry – mal gehörig in den Hintern treten, damit Sie nicht einfach stehen bleiben.