Der erste Schritt, um vorwärtszukommen, ist die Entscheidung, nicht da stehen zu bleiben, wo du gerade bist. Doch warum fühlt es sich oftmals so schwer an, diesen ersten Schritt zu gehen? Es ist nun mal einfacher, das Problem zu betrachten und es sich in der Opferrolle bequem zu machen, als in den Angriffsmodus zu schalten und Lösungen zu entwickeln, um aktiv eine positive Zukunft zu gestalten.

Die Corona-Pandemie hat dies besonders deutlich gemacht. Es hat sich vieles verändert, manches ist verschwunden und neue Möglichkeiten haben sich ergeben. Das Besondere dabei ist, dass diese Veränderungen gefühlt im Sekundentakt passiert sind.

Wer direkt davon betroffen ist, hat zwei Optionen: abwarten und sich darüber ärgern, dass es nun nicht mehr so ist wie vorher, oder loslassen, neue Wege schaffen und auf diesen weitergehen.

Lebe nicht in der Vergangenheit!

Zu oft hängen wir an den negativen Ereignissen der Vergangenheit fest, auch wenn wir diese nicht mehr verändern können. Ob das nun die Corona-Pandemie ist oder Personen sind, mit denen wir etwas Negatives verbinden, Misserfolge oder einfach Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind und uns dennoch immer wieder beschäftigen – sie bremsen dich aus und halten dich zurück.

Und vielleicht geht es dir auch so, dass du zwar sagst: „Ja, klar. Ich bin durch damit.“ Doch eigentlich denkst du noch gefühlte 9547 Mal darüber nach und analysierst das Problem erneut bis ins kleinste Detail.

Was bringt dir das? Richtig, nichts!

Charlie Chaplin hat das einmal wunderbar vorgemacht: Er erzählte dem Publikum einen Witz und alle Zuschauer fingen herzlich an zu lachen. Daraufhin wiederholte er den gleichen Witz. Doch nun lachten nur noch wenige. Er wiederholte den gleichen Witz noch einmal. Und plötzlich lachte niemand mehr.

Dann sagte er: „Wenn du nicht immer wieder über denselben Witz lachen kannst, warum weinst du dann immer wieder über dieselbe Sorge? Also genieße jeden Moment deines Lebens, denn das Leben ist wunderschön! Nichts ist dauerhaft auf unserer Welt. Nicht mal unsere Probleme.“

Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich nur: „Wow, was für ein Statement!“

Es ist so wichtig, dass wir lernen loszulassen. Lass die Dinge los, die dich belasten und unglücklich machen. Das ist oftmals sehr viel leichter gesagt als getan. Doch wenn du dich auf eine glückliche und erfolgreiche Zukunft konzentrieren willst, dann führt kein Weg daran vorbei, loslassen zu können.

Loslassen ist (d)eine Entscheidung!

Loslassen ist reine Kopfsache und nichts anderes als eine bewusste Entscheidung, die dir niemand abnehmen kann. Eine Entscheidung, dass das Vergangene dich von nun an nicht mehr belasten soll. Und damit akzeptierst du, dass es so ist, wie es ist. Du richtest deinen Blick nach vorn und schließt mit Vergangenem ab.

Wir alle erleben Höhen und Tiefen. Es gibt Momente im Leben, die du als besonders schön empfindest, in denen du deine Erfolge feierst und alles perfekt für dich ist. Doch es gibt eben auch negative Ereignisse, die dich ausbremsen oder sogar zum Stillstand bringen. All das gehört zum Leben dazu. Doch von diesen negativen Dingen solltest du dich befreien.

Fünf Schritte zum Loslassen

Der erste Schritt zum Loslassen ist, dir bewusst zu machen, welche negativen Auswirkungen es auf dich hat, wenn du weiter daran festhältst. Geh dabei alle Bereiche durch, in denen dich dieses negative Erlebnis beeinflusst. Sind es körperliche oder psychische Belastungen? Wo genau schränkt es dich in deinem Leben jetzt und in der Zukunft ein? Wenn du dir das bewusst machst, hast du ein starkes Warum, dich von den Altlasten zu lösen. Und es gelingt dir deutlich leichter.

Im zweiten Schritt schaust du dir an, warum du bisher nicht losgelassen hast. Führe dir einmal vor Augen, was dir Angst vorm Loslassen macht. Was passiert, wenn du loslässt? Und dann hinterfrage die Angst und die Folgen. Ist das wirklich begründet? Oder ist es beim genaueren Hinsehen gar nicht so schlimm, wie du denkst?

Und so wie du nun die negative Seite betrachtet hast, überlege dir, welche positiven Folgen es für dich hat, wenn du bereits losgelassen hast. Versetze dich gedanklich einfach an den Punkt, an dem es bereits passiert ist. Was hast du für dich gewonnen? Bist du erleichtert? Fühlst du dich frei? Wie sieht dein Leben aus, wenn du nicht weiter an diesem Erlebnis festhängst?

Sobald du das für dich geklärt hast, entscheide dich bewusst, loslassen zu wollen. Und wenn Gedanken zu diesem Erlebnis wieder hochkommen, stoppe sie in dir und mach dir noch einmal bewusst, dass du losgelassen hast.

Im fünften und damit letzten Schritt ist es wichtig, dass du akzeptierst, dass es so war, wie es war. Die Welt ist nicht immer gerecht und Menschen verhalten sich nicht immer so wie gewünscht. Akzeptiere es und freue dich auf deine Zukunft.

Werde zum Gestalter d(ein)er Zukunft!

Loslassenlernen ist ein Prozess. Je nachdem, wie tief du emotional drinsteckst, dauert es seine Zeit, bis die negativen Gefühle immer weiter verblassen und auf einmal einfach verschwinden. Du wirst merken, wenn du etwas loslässt, bist du glücklicher. Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher. Und wenn du ganz loslässt, bist du frei.

Diese Freiheit braucht es, um die Verantwortung zu übernehmen und bewusst deine positive Zukunft zu gestalten. Letztlich geht es um dein Vertrauen in dich selbst, um Verantwortung, Optimismus und um das kleine Wörtchen „Ja“. Es geht darum, anzunehmen, was kommt, dein Leben zu bejahen, dein eigenes Schicksal als Aufgabe und nicht als Belastung zu sehen. Daher: Let go of what happened and move the f*ck on!